Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bleibt auch im Jahr 2025 ein zentraler Bestandteil der Online-Compliance. Websites, die personenbezogene Daten verarbeiten, müssen sicherstellen, dass sie den Anforderungen der DSGVO entsprechen. In diesem Artikel werde ich erläutern, wie Sie Ihre Website DSGVO-konform optimieren können, um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig die Benutzererfahrung zu verbessern.

1. Cookies und Cookie-Banner

Einer der zentralen Aspekte der DSGVO-Optimierung ist die Handhabung von Cookies. Websites müssen die Nutzer klar und transparent über die Verwendung von Cookies informieren und deren Zustimmung einholen. Ich persönlich nutze gerne das Plugin CookieYes, das einen automatischen Scanner für Cookies bietet. Es ist sehr funktional und hilft, alle auf der Website verwendeten Cookies zu identifizieren und eine entsprechende Zustimmung einzuholen.

Ein weiteres Plugin, das ich kürzlich kennengelernt habe, ist CCM 19, das ebenfalls sehr gute Funktionen für die Cookie-Verwaltung bietet.

2. Pflichttexte: Datenschutz, Impressum, Haftungsschutz

Eine DSGVO-konforme Website benötigt die richtigen Pflichttexte. Dazu gehören das Datenschutzerklärung, das Impressum und der Haftungsschutz. Diese Texte sollten von einem Anwalt oder über einen Online-Generator erstellt werden und regelmäßig auf Aktualität überprüft werden. Besonders wichtig ist es, externe Dienste wie soziale Netzwerke oder Google-Dienste aufzulisten und transparent darzulegen, wie die Daten verarbeitet werden.

3. Google Fonts lokal speichern

Die Verwendung von Google Fonts auf einer Website kann DSGVO-Probleme verursachen, da die Schriftarten direkt von den Google-Servern geladen werden, was zu einer Übertragung von personenbezogenen Daten führen kann. Daher ist es notwendig, Google Fonts lokal zu speichern. Wenn ich Projekte mit ACF entwickle, lade ich Schriftarten lokal in verschiedenen Formaten (ttf, svg, woff, woff2, eot) hoch, um die Verbindung zu Google zu vermeiden.

Falls einige Plugins oder Page Builder Google Fonts verwenden, die nicht lokal gespeichert werden, empfehle ich das Plugin „Local Google Fonts“. Dieses Plugin unterbricht die Verbindung zu den Google-Servern und speichert die Schriftarten lokal auf der Website.

4. Google Maps und Datenschutz

Die Verwendung von Google Maps auf Websites ist ein weiteres Thema, das aufgrund der Verbindung zu den Google-Servern datenschutzrechtlich problematisch sein kann. Vor kurzem gab es jedoch eine Lösung, bei der die Google Maps-Anzeige erst nach Zustimmung des Nutzers geladen wird.

Ein Plugin, das diese Funktion bietet, ist das Aweos Google Maps Iframe Load per Click Plugin. Es blockiert die Verbindung zu Google Maps, bis der Nutzer ausdrücklich zustimmt, die Kartenanzeige zu laden. Alternativ kann das CCM 19-Plugin ebenfalls dafür verwendet werden. Wer auf eine datenschutzfreundliche Lösung setzt, kann auch OpenStreetMaps anstelle von Google Maps nutzen.

5. ReCAPTCHA – Alternative zu Google

Google’s ReCAPTCHA ist eine weit verbreitete Lösung, um Bots auf Formularen zu verhindern. Allerdings enthält ReCAPTCHA oft Google Fonts und Cookies, was datenschutzrechtlich problematisch sein kann. Nach einigen Tests habe ich festgestellt, dass hCaptcha eine zuverlässige Alternative ist, die keine Google-Daten verwendet und den Anforderungen der DSGVO entspricht.

6. Double Opt-in für E-Mail-Marketing

Wenn Sie E-Mail-Marketing betreiben oder Formulare auf Ihrer Website haben (z.B. für Newsletter-Anmeldungen), müssen Sie sicherstellen, dass die Nutzer ihre Zustimmung in Form eines Double Opt-in-Verfahrens erteilen. Plugins wie Mailchimp oder andere E-Mail-Marketing-Tools bieten in der Regel die Möglichkeit, Double Opt-in zu aktivieren, um die DSGVO-Vorgaben zu erfüllen.

7. Zustimmung bei Formularen

Formulare auf Websites müssen eine explizite Zustimmung der Nutzer einholen, bevor personenbezogene Daten verarbeitet werden. Dies gilt besonders für Kontaktformulare, Anmeldeformulare und Newsletter-Formulare. Nutzer müssen genau wissen, welche Daten erhoben werden und wofür sie verwendet werden.

8. Accessibility – Barrierefreiheit

Eine der neuen Herausforderungen für Websites im Jahr 2025 ist die Barrierefreiheit. Websites müssen nicht nur für alle Benutzer zugänglich sein, sondern auch für Menschen mit Behinderungen. Dies ist ein Aspekt, den viele Agenturen noch nicht vollständig berücksichtigen. Ein gutes Plugin, das hier hilft, ist All in One Accessibility, das eine einfache Implementierung von Barrierefreiheitsfunktionen ermöglicht.

9. SSL-Zertifikat

Ein SSL-Zertifikat ist inzwischen ein Muss für jede Website, die personenbezogene Daten verarbeitet. Es sorgt für eine sichere Verbindung zwischen dem Nutzer und der Website und schützt vor Datenmissbrauch. Ein SSL-Zertifikat ist nicht nur ein technischer Standard, sondern auch ein notwendiges Element der DSGVO-Optimierung, da es sicherstellt, dass alle übermittelten Daten verschlüsselt werden.

Fazit

Die DSGVO-Optimierung einer Website ist ein fortlaufender Prozess, der regelmäßig überprüft und aktualisiert werden muss. Mit den richtigen Tools und Plugins wie CookieYes, hCaptcha, Local Google Fonts und All in One Accessibility können Website-Betreiber sicherstellen, dass ihre Seite den Datenschutzanforderungen entspricht. Die frühzeitige Umsetzung von DSGVO-Maßnahmen schützt nicht nur vor rechtlichen Problemen, sondern fördert auch das Vertrauen der Nutzer und sorgt für eine bessere Benutzererfahrung.